Das Wissenschaftsplagiat: Vom Versagen eines Systems


CoverWissenschaftsplagiate kommen häufig vor. Und werden weithin totgeschwiegen - von den Verlagen, von den Universitäten und Wissenschaftsinstitutionen. Nur selten schafft es ein Fall wie Schwintowski ins öffentliche Feuilleton. Der Kollateralschaden indes wiegt schwer. Bestohlene Autoren erhalten nicht die gebotene Reputation. Das Ghostwriting der Assistenten für ihre Professoren behindert die Assistenten und schafft ein Klima un­wis­sen­schaftlicher Anmutung. Netzveröffentlichungen be­för­dern und etablieren das Plagiat - ja heißen es mit der creative-commons-Lizenz des "remix" nachgerade willkommen. Elektro­nische Abwehr erfolgt nicht.

Volker Rieble, Rechtsprofessor in München, hat dem Phänomen ein Buch gewidmet. Das Buch deckt im ersten Teil eine ganze Serie von Plagiaten auf und präsentiert einen kriminellen Serien­plagiator. Im zweiten Teil fragt der Autor nach den Sanktions- und Abwehrmöglichkeiten und untersucht das institu­tionelle Ver­sagen des Wissenschaftsbetriebes. Die einzige effek­tive Plagiat­wehr besteht in der öffentlichen Diskussion, weil nur dies den Plagiator ernstlich bedroht.


Das Buch kann zum Preis von € 14,80 direkt beim Verlag Klostermann bestellt werden.

Erste Rezensionen und Reaktionen:
Frankfurter Allgemeine Zeitung: Frei wandern die Zitate durch die Welt
Frankfurter Allgemeine Zeitung: Anschreiben gegen Abschreiber

Die Zeit: Wenn der Professor abschreibt
Bildzeitung: Hamburger Uni-Professor ein Hochstapler?
Frankfurter Rundschau: "Das Wissenschaftsplagiat" - Raubfische im Wissensmeer

Hilflose Wissenschaft? Leidiges Thema Plagiate: Volker Rieble schreibt über das Versagen der Wissenschaftsmoral
Tagesspiegel: Professoren mit Plagiat
Frankfurter Rundschau: Juristen unter sich
Deutschlandradio Kultur: Mit Betrug zum Doktortitel
Philosophischer Literaturanzeiger: Das Wissenschaftsplagiat

Weiterführende Links:
Tagesspiegel: Welcher Gedanke gehört mir?

In Zukunft sollen wie schon im Buch auf dieser Seite Plagiate aufgedeckt werden: Zum Schutz der bestohlenen Opfer, aber auch der Leser – also der Wissenschaftsverbraucher. Wenn Ihnen Plagiate auffallen, freut sich der Autor über eine nicht-anonyme Meldung, und zwar der Täterveröffentlichung und des Werkes, das der Täter ohne Zitat oder mit unzureichendem Zitat kopiert hat; Vertraulichkeit wird zugesichert.


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